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Kulturstaatsministerin Grütters: ›Gebt mir die Millionen‹

Seit 100 Tagen ist Monika Grütters als Kulturstaatsministerin im Amt. Zeit für eine Zwischenbilanz: Ein Gespräch über ihren Milliardenetat […]

Monika Grütters: Zudem möchte ich einzelne Projekte finanziell stärken, zum Beispiel das in Magdeburg geplante „Deutsche Zentrum Kulturgutverluste“ oder auch – um ein kleineres aber wichtiges Vorhaben zu nennen – die Unterstützung unabhängiger Buchhandlungen, dieses Netz geistiger Tankstellen möchte ich fördern. Denn: Jenseits aller materiellen Voraussetzungen ist Kultur zuallererst ein Wert an sich. Ganzes Interview

© Michael Sontheimer / Spiegel online, 27.03.2014


Verbrecher Verlag und mairisch Verlag erhalten den Kurt Wolff Preis 2014

Der Verbrecher Verlag erhält auf der diesjährigen Buchmesse den mit 26.000 Euro dotierten Hauptpreis der Kurt Wolff Stiftung, der mairisch Verlag den Förderpreis, der mit 5.000 Euro einhergeht. Die Preise werden am 14. März 2014 auf der Leipziger Buchmesse überreicht – von Stefan Weidle, dem Vorsitzenden der Kurt Wolff Stiftung, und dem Schriftsteller Dietmar Dath vom Verbrecher Verlag, der auch die Laudatio hält. Am Abend sind die Verleger Jörg Sundermeier (Verbrecher Verlag) und Daniel Beskos (mairisch Verlag) im Rahmen der Buchmesse zum Gespräch geladen.

Natürlich sind beide Verlage auch mit eigenen Ständen auf der Buchmesse vertreten. Begleitet wird der Verbrecher Verlag von seinen Autoren Benjamin Stein, Sarah Schmidt, Milo Rau sowie Jörg Schröder und Barbara Kalender. Der mairisch Verlag bringt seine Autoren Lisa Kreißler, Finn-Ole Heinrich, Dorian Steinhoff sowie Michael Weins mit. Ganzer Artikel

© mdr figaro, 11.03.2014


Berliner Verlag bekommt Kurt-Wolff-Preis

Am Anfang war ein Witz. Gegründet wurde der Verbrecher Verlag vor 18 Jahren ›aus Lesegier‹ und eigentlich als launiger Scherz. Die 25-jährigen Studenten der Literaturwissenschaft, Jörg Sundermeier und Werner Labisch, schrieben Autoren an, um an deren Manuskripte zu kommen, von denen sie gerüchteweise gehört oder gelesen hatten, die aber absehbar nicht veröffentlicht wurden. Um sich selbst aus der moralischen Verpflichtung zu stehlen, das eintreffende Zeug dann wirklich zu veröffentlichen, wählten sie ›Verbrecher Verlag‹ als Namen. Wer seine Manuskripte einem solchen Verlag anvertrauen würde, wäre ja wohl selber schuld. Im Briefkopf stand lange ein fiktives Zitat von Jakob Michael Lenz: ›Denn Verbrechen schafft Gerechtigkeit.‹ Ganzer Artikel

© Sabine Vogel / Berliner Zeitung, 11.03.2014

 


Warum stempeln gehen sich zur Buchmesse lohnt

Buchmarkt – Sonntagsgespräch mit Stefan Weidle.

Stempeln gehen lohnt sich‹, heißt der freche Slogan zur Buchmesse-Aktion der Kurt-Wolff-Verlage. Was genau verbirgt sich dahinter?

Stefan Weidle: Zunächst die für viele von uns leidvolle Erfahrung, daß laut Mitteilungen der Leipziger Buchmesse Jahr für Jahr bis zu 6000 Buchhändler auf die Messe kommen, ohne daß wir einen wesentlichen Promillesatz davon an unseren Ständen begrüßen durften. Daher haben wir überlegt, wie wir daran etwas ändern könnten. Nachdem jahrelanges ausdauerndes Jammern nicht so recht geholfen hat, sahen wir keinen Sinn darin, die Jammerschraube weiter anzuziehen, sondern eher die Buchhändlerinnen und Buchhändler durch ein einigermaßen originelles Angebot… Ganzer Artikel

© buchmarkt.de, 09.03.2014


Ein Fest des Lesens

Zahlen und Fakten, Promis und Preise: Das wird die Leipziger Buchmesse 2014

Die Buchmesse wird am Mittwoch mit der Verleihung des Buchpreises zur Europäischen Verständigung im Leipziger Gewandhaus eröffnet. Den Preis erhält der indische Publizist Pankaj Mishra. Von Donnerstag bis Sonntag, 16.3. sind dann die Messehallen von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. 2180 Aussteller haben Stände angemeldet, das sind über 100 mehr als 2013 – was vor allem an der Erweiterun der Ausstellungsfläche für die Manga-Comic-Convention liegt. Auch beim zeitgleich stattfindenden Lesefest Leipzig liest gibt es mit 3000 Mitwirkenden einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

An 410 Orten auf der Messe und in der Stadt sind 3200 Lesungen, Diskussionen und Workshops geplant. Angekündigt haben sich die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood, der ukrainische Autor Juri Andruchowitsch, Zadie Smith, Adolf Muschg, Margriet de Moor, Roger Willemsen und viele andere. Ein Schwerpunkt ist der Schweiz gewidmet … Am Donnerstag wird der Preis der Leipziger Buchmesse in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Übersetzung verliehen. Bei den Romanen gibt es schon einen Sieger: Fabian Hischmann hat mit „Am Ende schmeißen wir mit Gold“ … das Online-Voting gewonnen, also den Publikumspreis. Weitere Auszeichnungen auf der Buchmesse: der Preis der Literaturhäuser (für Judith Schalansky), der Kurt-Wolff-Preis (für den Verbrecher Verlag) und der Alfred-Kerr-Preis (für Insa Wilke).

© Tagesspiegel, 08.03.2014


Der freie Markt richtet manches – die Kultur könnte er hinrichten

Kürzlich haben der Verband deutscher Schriftsteller (VS) und der Börsenverein des deutschen Buchhandels unter dem Titel «Kulturelle Ausnahme jetzt!» eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Ihnen geht es besonders um den Fortbestand der Buchpreisbindung, des verminderten Mehrwertsteuersatzes auf Bücher und um das Urheberrecht, das in seiner kontinentaleuropäischen Fassung, anders als das verwerterfreundliche angelsächsische Copyright, vor allem den Autor stärkt. Zuvor schon hatte die Kurt-Wolff-Stiftung an die Bundesregierung appelliert, dem Vorbild Frankreichs zu folgen und den Kulturbereich aus der Verhandlungsmasse des Freihandelsabkommens TTIP herauszunehmen. Ganzer Artikel

© Joachim Güntner / NZZ 21.02 2014


Verleger Peter Gente mit 77 Jahren gestorben

Peter Gente ist tot. Er starb am Samstag 77-jährig im thailändischen Chiang Mai. Dort lebte der Gründer und langjährige Verleger des Berliner Merve-Verlags seit sieben Jahren. Im Jahre 2001 erhielt der Merve-Verlag auf Grund seines engagierten und intellektuell anspruchsvollen Programms als erster Preisträger den Preis der Kurt Wolff Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene. 2007 zog sich Peter Gente aus der Verlagsarbeit zurück.

© Berliner Morgenpost, 11.02.2014


Kurt Wolff Stiftung fordert Transparenz

Die Kurt Wolff Stiftung hat sich an die neue Bundesregierung, insbesondere die Kulturstaatsministerin und den Kulturausschuss des Bundestages gewandt und fordert sie auf, dafür zu sorgen, „dass bei künftigen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit den USA der Kulturbereich aus der Verhandlungsmasse herausgenommen wird“.

Die Stiftung mit Sitz in Leipzig spricht im Namen kleinerer und mittlerer unabhängiger Verlage. Sie verweist auf das Koalitionsabkommen, in dem ein besonderes Schutzbedürfnis von Kultur und Medien festgeschrieben ist, das „auch bei den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA durch Ausnahmeregelungen berücksichtigt und gesichert werden“ muss.

Bleibt der Kulturbereich Gegenstand der Verhandlung, seien hierzulande der niedrigere Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf Bücher und die Buchpreisbindung gefährdet, so die Kurt Wolff Stiftung. „Die Folgen für das einmalige Buchhandels- und Verlagsnetz in Deutschland wären verheerend.“ Zudem sei es notwendig, die Verhandlungen transparent zu machen, damit die Öffentlichkeit die Folgen ermessen und reagieren kann.

© Leipziger Volkszeitung, 04.02.2014


Kurt-Wolff-Preis 2014 für Verbrecher Verlag

Der mit 26000 Euro dotierte Kurt-Wolff-Preis 2014 geht an den Verbrecher Verlag in Berlin. Die Jury der Kurt- Wolff-Stiftung würdigte damit, dass der Verlag “ seit fast zwanzig Jahren durch große Editionen wie die der Tagebücher von Erich Mühsam und Werkausgaben wie die von Gisela Elsner die Erinnerung an die sozialistischen und anarchistischen Traditionen in Deutschland wachhält und zugleich den aktuellen literarischen und essayistischen Erkundungen des Stadtlebens, der Musik und der Politik eine feste Bühne bietet“.

Der mit 5000 Euro dotierte Kurt-Wolff-Förderpreis geht an den Hamburger mairisch Verlag, „der mit großem Spürsinn junge deutsche Prosaautoren entdeckt und in seinem klug komponierten Programm dem aktuellen Dialog zwischen Literatur, Musik, Graphic Novels und Hörspiel Rechnung trägt“. Die Preise werden am 14. März 2014 im Rahmen der Leipziger Buchmesse verliehen. Die Laudatio hält Dietmar Dath.

© Süddeutsche Zeitung, 04.12.2013