Neuigkeiten

Kurt-Wolff-Preis 2014 für Verbrecher Verlag

Der mit 26000 Euro dotierte Kurt-Wolff-Preis 2014 geht an den Verbrecher Verlag in Berlin. Die Jury der Kurt- Wolff-Stiftung würdigte damit, dass der Verlag “ seit fast zwanzig Jahren durch große Editionen wie die der Tagebücher von Erich Mühsam und Werkausgaben wie die von Gisela Elsner die Erinnerung an die sozialistischen und anarchistischen Traditionen in Deutschland wachhält und zugleich den aktuellen literarischen und essayistischen Erkundungen des Stadtlebens, der Musik und der Politik eine feste Bühne bietet“.

Der mit 5000 Euro dotierte Kurt-Wolff-Förderpreis geht an den Hamburger mairisch Verlag, „der mit großem Spürsinn junge deutsche Prosaautoren entdeckt und in seinem klug komponierten Programm dem aktuellen Dialog zwischen Literatur, Musik, Graphic Novels und Hörspiel Rechnung trägt“. Die Preise werden am 14. März 2014 im Rahmen der Leipziger Buchmesse verliehen. Die Laudatio hält Dietmar Dath.

© Süddeutsche Zeitung, 04.12.2013


Andere Bücher braucht das Land

Es lebe die Vielfalt: Ein Streifzug über die 65. Frankfurter Buchmesse.

… Dass im E-Book die Zukunft der Branche liege, behauptet nicht einmal mehr der digitale Trendsetter Juergen Boos, der immer noch jugendlich animierte Direktor der Buchmesse. Und Börsenvereinsvorsteher Gottfried Honnefelder entdeckte zum Abschied von seinem Amt plötzlich die Buchhandlung um die Ecke wieder und huldigte dem „Tante-Emma-Prinzip“ – eine wohlfeile und zu späte Geste, meint Manfred Metzner, Inhaber des Heidelberger Wunderhorn Verlags und vor 15 Jahren Gründer der Kurt-Wolff-Stiftung für die unabhängigen Verlage. Ganzer Artikel

© Badische Zeitung, 12.10.2013

 


die kurt wolff stiftung zu gast

Dank der Kooperation zwischen der Kurt-Wolff-Stiftung (KWS) und dem mediacampus erhalten die Auszubildenden der Buchbranche in jedem Berufsschulblock im Rahmen einer Abendveranstaltung einen direkten und authentischen Einblick in die inhaltliche und verlegerische Vielfalt, welche die unabhängige Verlagslandschaft in Deutschland zu bieten hat. Wie üblich, werden dabei zunächst Ziele, Arbeit und Geschichte der Stiftung vorgestellt.

© mediacampus-frankfurt.de 30. September 2013


Bitte anfassen! – Trend zu inhabergeführten Bücherläden

… ›Das ist der Berliner Kiezbonus‹, meint Verlegeraktivist Stefan Weidle dazu. Denn im Rest Deutschlands kann von der Wiederkehr des Buchladens um die Ecke derzeit (noch?) keine Rede sein. Als Vorsitzender der Kurt-Wolff-Stiftung für Unabhängige Verlage fördert Weidle deshalb eine finanzielle Unterstützung des stationären Buchhandels durch den Staat. Ähnlich wie die Programmkinos sollen Buchhändler, die soziale und kulturelle Aufgaben ›gegen die Verödung der Städte und Verblödung ihrer Bewohner‹ übernehmen, nach einem Prämiensystem gefördert werden… Ganzer Artikel

© Sabine Vogel / Berliner Zeitung, 12.06.2013


Unabhängige Buchhändler hoffen auf Subventionen

Viele Buchhändler dürften die Rede, die Kulturstaatsminister Bernd Neumann jetzt am Freitag bei der Verleihung des Kurt-Wolff-Preises auf der Leipziger Buchmesse gehalten hat, mit Spannung erwartet haben. Schließlich gab es die Hoffnung, dass er sich zu der Idee äußern würde, unabhängige Buchhandlungen in Zukunft direkt zu subventionieren – und zwar analog zur Förderung der Programmkinos.

Diese Hoffnungen blieben unerfüllt. Neumann bekannte sich lediglich zur bestehenden Buchpreisbindung. Die sei „eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erhalt der Vielfalt des Bücherangebots zu erschwinglichen Preisen“; sie müsse erhalten bleiben und auch für E-Books gelten. „Eine Umgehung der Buchpreisbindung zum Beispiel durch Amazon mit Firmensitz in Luxemburg muss verhindert werden“, so Neumann. Das hatte allerdings ohnehin niemand bezweifelt. Zu der Idee einer direkten Förderung der Buchhandelskultur äußerte Neumann sich nicht. Das ist angesichts der Situation der unabhängigen deutschen Buchhändler durchaus auch eine Nachricht. Ganzer Artikel

© Felix Stephan / Sueddeutsche Zeitung, 18.03.2013


Gefährdetes Paradies

›Verglichen mit uns lebt ihr im Paradies‹, hörte Stefan Weidle von einem russischen Kollegen, als er letzten Dezember für die Kurt-Wolff-Stiftung an einer Moskauer Tagung zur Situation unabhängiger Verlage teilnahm. Das es ein Paradies auf Zeit sein könnte, machte Weidle mit Verve in seiner Rede am Rande der Kurt-Wolff-Preisverleihung im überfüllten ›Berliner Zimmer‹ klar: ›Einige unserer Mitbewohner haben sich am Baum der Habgier gelabt.‹

© boersenblatt.net 16. März 2013


Keine Lotion für die faule Haut

Angesichts der massiven Konkurrenz durch Amazon & Co. fordert die Kurt Wolff-Stiftung eine finanzielle Unterstützung des stationären Buchhandels durch den Staat. Ähnlich wie bei Programmkinos sollen Prämien in Höhe von insgesamt 5 Mio Euro an 400 Buchhändler ausgeschüttet werden. Im Interview erklärt Stefan Weidle, Verleger und Vorstandsvorsitzender der Stiftung, seinen Ansatz. Ganzer Artikel

© boersenblatt.net 16. März 2013


Kurt-Wolff-Preis für Wallstein Verlag

Eigentlich wollten Thedel von Wallmoden, Dirk und Frank Steinhoff 1986 auf diese Weise nur die Endphase ihres Studiums finanzieren. Doch auf einen Kneipenführer, Busfahrpläne und Speisekarten folgten literarische Entdeckungen und 1992 mit Ruth Klügers ›weiter leben. Eine Jugend‹ sogar ein Weltbestseller. Die Erinnerungen der gebürtigen Wienerin wurden seither allein in deutscher Sprache mehr als eine halbe Million Mal verkauft.

Am 15. März wird der Wallstein Verlag auf der Leipziger Buchmesse mit dem mit 26 000 Euro dotierten Kurt-Wolff-Preis geehrt. ›Ganz große Erfolge in unserer Branche sind oft ganz große Zufälle‹, sagt Verleger von Wallmoden, der nach dem Ausstieg der Steinhoff-Brüder 72 Prozent der Inhaberanteile hält. Ganzer Artikel

© dpa / Mitteldeutsche Zeitung, 7.03.2013


Stefan Weidle: ›Buchhandel mit Prämiensystem finanziell fördern‹

Stefan Weidle ist Verleger und Vorstandsvorsitzender der Kurt Wolff Stiftung, die zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene im Jahr 2000 von unabhängigen Verlegern und dem damaligen Kulturstaatsminister Dr. Michael Naumann gegründet wurde. Zusammen mit dem Staatsministerium für Kultur und Medien arbeitet Weidle jetzt daran, für den unabhängigen Buchhandel finanzielle Förderungsmöglichkeiten über ein Prämiensystem zu etablieren.

© buchmarkt.de, 03.03.2013