Wolfgang Wissler – Based on a true Story. Filme nach wahren Begebenheiten und die Wahrheit dahinter (Schüren)

Man sagt, das Leben schreibt die besten Geschichten. Doch bis eine wahre Geschichte dann tatsächlich filmreif wird, muss noch einmal tüchtig umgeschrieben werden. Erbarmungslos werden Beteiligte rausgestrichen oder umgepolt – was den Handlungsfluss stört, kommt weg. Der Held wird heller, sein Gegenspieler dunkel schraffiert. Oder es werden drei, vier reale Menschen zu einer Filmfigur verschmolzen. Wer sich nicht entwickeln will, muss angeschoben werden, ja und irgendwie muss da noch eine Liebesgeschichte rein. Kurzum: Auch die realen Helden haben sich den eisernen Drehbuch-Regeln zu beugen.

Doch wo ist dann die Grenze, wo wir sagen wollen: Das geht nun doch zu weit. Was habt ihr aus der Geschichte gemacht? Und darf das Label «Based on a true Story» / «nach einer wahren Begebenheit» eigentlich noch verwendet werden?


Leipziger Buchmesse 2026 / Forum DIE UNABHÄNGIGEN
Moderation: Annette Schüren

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