Neuigkeiten

Kurt-Wolff-Preisträger 2017 bekanntgegeben

Das Kuratorium der Kurt Wolff Stiftung hat entschieden:

Der mit 26 000 Euro dotierte Kurt-Wolff-Preis 2017 geht an den Verlag Schöffling & Co., der seit fast einem Vierteljahrhundert mit untrüglichem Gespür und nicht nachlassender Neugier der deutschen Gegenwartsliteratur in Lyrik und Prosa immer neue Autoren erschließt, ihre Werke sorgfältig betreut und zugleich ein Verlagsprogramm entfaltet hat, das die Übersetzung wagemutiger internationaler Literatur mit der Neuausgabe deutschsprachiger Schlüsselwerke aus Weimarer Republik und Nachkriegszeit verbindet.

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Offene Erklärung zu den Repressionen in der Türkei

Offene Erklärung der Kurt Wolff Stiftung zu den Repressionsmaßnahmen gegen Verlage und Medien, Autoren und Autorinnen, Journalisten und Journalistinnen in der Türkei

Die heutige Türkei wird zu ihrem Schaden mehr und mehr mit Verfolgung und Repression Andersdenkender durch den eigenen Machtapparat – Regierung, Justiz, Exekutive – identifiziert. Mit den Willkürakten gegen Intellektuelle, gegen Autoren und Autorinnen, Journalisten und Journalistinnen, Verlage und Medien setzt sie unglückselige Traditionen fort.

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Die VG Wort und die unabhängigen Verlage in der Krise

Erklärung der Kurt Wolff Stiftung zur Lage nach dem VG Wort-Urteil und vor Beginn der Rückzahlungen

Gerade hat die Verwertungsgesellschaft Wort Rückzahlungsforderungen an die Verlage verschickt.
Diese gründen in der diesjährigen richterlichen Aufhebung des vor vielen Jahrzehnten in der VG Wort einstimmig getroffenen Beschlusses, die Geldsummen, die für die physischen und digitalen Kopien urheberrechtlich geschützer Werke von den Verwertungsgesellschaften eingezogen werden, zwischen den Autorinnen und Autoren und den Verlagen aufzuteilen.Beitrag lesen: Die VG Wort und die unabhängigen Verlage in der Krise


Es geht um das Buch 2016 / 17 erschienen

Anlässlich der Frankfurter Buchmesse erschien soeben der aktuelle Katalog der Kurt Wolff Stiftung. Erneut enthält er 65 Porträts unabhängiger Verlage und deren wunderbare Bücher. Neben Verlagen, die schon seit Jahren den Katalog zieren, sind auch in diesem Jahr einige neu aufgenommene hinzugekommen.

Der Katalog ist ab sofort im guten Buchhandel erhältlich. Messebesucher bekommen ihn natürlich bei allen vertretenen Teilnehmern, an der Lesinsel der unabhängigen Verlage (Halle 4.1, D 36) sowie am Stand der Kurt Wolff Stiftung (Halle 4.1, F 66).

Besonders Eilige blättern hier durch das pdf.


Leseinsel der unabhängigen Verlage in Frankfurt

Die Kurt Wolff Stiftung setzt ihre zur Tradition werdende ›Leseinsel der unabhängigen Verlage‹ anlässlich der Frankfurter Buchmesse 2016 fort. Erneut konnte ein dickes Veranstaltungspaket geschnürt werden. Insgesamt warten an den 5 Messetagen 78 Veranstaltungen auf interessierte Messebesucher und -besucherinnen. Täglich von 09:30 bis Messeschluss begrüßen wir Sie in Halle 4.1 / D 36. In unmittelbarer Nähe befinden sich auch die meisten der deutschsprachigen unabhängigen Verlage.

Am Mittwoch, 12.00 Uhr stellt der Vorstand der Kurt Wolff Stiftung die 11. Ausgabe des Kataloges ›Es geht um das Buch‹ vor.

Die Leseinsel wird organisiert durch den verdienstvollen Verbrecher Verlag und ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Frankfurter Buchmesse und der taz.

Das Programm der Leseinsel können Sie hier im Einzelnen nachlesen für 19.10., 09:30 – 21.10., 14:00 und 21.10., 14:30 – 23.10., 18:00


KWS und IGuV gegen VLB Gebührenerhöhung

Erstaunt sind die IG unabhängige Verlage (ehemals Arbeitskreis kleinere und unabhängige Verlage – AkV) und die Kurt Wolff Stiftung über die von der MVB per Post angekündigte rückwirkende Gebührenerhöhung für VlB-Titelmeldungen. In der April-Sitzung des Verleger-Ausschuss hatte MVB-Geschäftsführer Ronald Schild eine Gebührenerhöhung angedeutet, diese wurde aber von der Mehrheit der Verleger abgelehnt. „Die Belastungsgrenze der Verlage, insbesondere der kleineren, ist erreicht. Neben den bevorstehenden Rückzahlungen an die Verwertungsgesellschaften, eine stillschweigend erfolgte Erhöhung der Standgebühren für die Frankfurter Buchmesse, jetzt auch noch rückwirkend eine Erhöhung der VlB-Gebühren, das lässt das Fass überlaufen!“, so die Spre-cherin der IGuV Britta Blottner. Britta Jürgs, Vorsitzende der Kurt Wolff Stiftung ergänzt dazu: „Eine derartige Gebührenerhöhung gerade in dem Jahr, in dem das VG Wort-Urteil die Verlage zusätzlich belastet, ist ein Signal in die falsche Richtung.“

Das neue Gebührenmodell sieht für Printtitel Preissteigerungen von ca. 4 % bis 12,8% vor. Eine noch viel deutlichere Erhöhung schlägt sich bei den E-Books nieder, dort liegen die Preiserhöhungen zwischen 13 % und 50 %. Ebenfalls dras-tisch sind die Auswirkungen für Kleinstverlage, da werden die Mindestgebühren deutlich erhöht – im Goldstatus um über 40 %.

„Das angebotene Sonderkündigungsrecht und damit ein Ausstieg aus dem VlB darf keine Alternative sein. Die Folge wäre ein unattraktives und schwaches VlB. Allerdings hätte ich dafür Verständnis, wenn Verlage darüber nachdenken. Das passt doch gerade alles nicht zusammen“ be-dauert Britta Blottner. Die IguV und die Kurt Wolff Stiftung fordern die MVB auf, das angekündigte Preismodell zu überdenken.


Literaturfestival PRO-ZA BALKAN in Skopje

Auf Einladung des Festivalleiters Dejan Trajkoski nahm eine Delegation der Kurt Wolff-Stiftung vom 29.–31. Mai am Literaturfestival PRO-ZA BALKAN im mazedonischen Skopje teil: Jörg Sundermeier (Verbrecher Verlag), Florian Grundei (Wallstein), Rainer Höltschl (Open House) und Sewastos Sampsounis (Größenwahn Verlag). Als Verleger mit dabei war auch John O’Brien von Dalkey Archive Press, zudem war auch Kristine Listau (Literaturagentur Antas-Bindermann-Listau) Teil des »Fellowship Programmes«.

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Presseerklärung zum BGH-Urteil und zu den Rückforderungen von VG Wort und VG Bild-Kunst

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass die VG Wort nicht berechtigt ist, einen pauschalen Betrag ihrer Einnahmen an Verlage auszuschütten. Dieser lag bei 50% für wissenschaftliche Werke, für die in der Kurt Wolff Stiftung vertretenen belletristischen Verlage lag der Anteil bei lediglich 30% der gesamten auszuschüttenden Summe.
„Die Entscheidung des BGH bringt die unabhängigen Verlage in eine existenzgefährdende Situation, da diese nicht nur zukünftig auf diese Einnahmen verzichten sollen, sondern auch für die vergangenen Jahre seit 2012 massive Rückforderungen durch die VG Wort zu erwarten haben“, sagt Britta Jürgs, Vorstandsvorsitzende der Kurt Wolff Stiftung.
Verlagen, die dieses Geld nicht in kurzer Frist zurückzahlen können, droht die Insolvenz. „Denn natürlich haben wir diese Gelder, die wir als unseren gerechten Anteil dafür betrachten, was wir in die Werke an Leistung stecken, längst in neue Bücher investiert“, so Christoph Links, dessen Verlag der Kurt Wolff Preisträger 2016 ist.

Nach Meinung des BGH stehe den Verlagen zur Zeit kein Leistungsschutzrecht zu. Ein Leistungsschutzrecht, wie es dies in der Filmbranche für die Filmproduzenten, im Tonträgerbereich für die Tonträgerhersteller und auch für die Presseverleger gibt, muss bei Bestand des Urteils für die Buchverleger gesetzlich geregelt werden.
So oder so ist dieses Urteil ein fatales Signal.

Britta Jürgs, Leif Greinus, Jörg Sundermeier (Vorstand Kurt Wolff Stiftung)


Kurt Wolff Preis 2016 verliehen

Am Freitag, dem 18. März 2016 verlieh die Kurt Wolff Stiftung anlässlich der Leipziger Buchmesse den Kurt Wolff Preis 2016 an den Ch. Links Verlag, Berlin. Den Förderpreis erhielt der Berliner Verlag Vorwerk 8.

Britta Jürgs, Vorstandsvorsitzende der KWS begrüßte die Gäste, die im Anschluss ein Grußwort von Siegmund Ehrmann (MdB, Vorsitzender des Bundestagausschusses für Kultur und Medien) hörten.

Die Laudatio auf die Preisträger hielt der Autor und Journalist Christoph Dieckmann, sie erschien auch in Ausgabe 03/16 der ›Sinn und Form‹.
Die Dankesrede des Preisträgers Christoph Links ist hier nachzulesen.

Die Verleihung wurde auch im Video festgehalten.

Zahlreiche Medien würdigten unsere Preisträger und die Preisverleihung. Sehen Sie hier einige online verfügbare Berichte:

Börsenblatt des deutschen Buchhandels
FOCUS Online